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„Ich will beim Thema Elektromobilität mit gutem Beispiel vorangehen“

Jana Höffner hat sich 2013 ihr erstes Elektroauto zugelegt: Den Renault ZOE. Schon seit 2012 bloggt sie über Elektromobilität im Alltag und lässt so die Leser an ihren Erfahrungen teilhaben. Vor gut einem Jahr hat sie den ZOE gegen das Tesla Model S eingetauscht – damit reist sie nun noch entspannter durch ganz Europa.

Jana Höffner: „Ich fahre leidenschaftlich gerne Auto – aber auch Fahrrad. Wenn ich zu Fuß oder auf dem Rad unterwegs bin, mag ich es nicht, Abgase ins Gesicht geblasen zu bekommen. Als Autofahrerin möchte ich da natürlich mit gutem Beispiel vorangehen – daher war für mich früh klar, dass ich auf Elektromobilität als alternativen Antrieb umsteige. 

Als 2013 der Renault ZOE auf den Markt kam, schlug ich direkt zu. Denn für mich war dies der erste Anbieter, der ein Elektrofahrzeug mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis anbot. Um mich über den Wagen und das Thema Elektromobilität zu informieren, recherchierte ich vorab im Internet – und wurde kaum fündig. So entstand die Idee zum Blog. Ich wollte meine Erfahrung zum Thema Elektromobilität mit anderen teilen und ihnen somit Informationen bieten, die es bisher im Netz nicht gab. Vor allem aber wollte ich einen authentischen Einblick vermitteln, wie es ist, mit einem E-Auto unterwegs zu sein. 

Fast ein Jahr warten aufs erste E-Auto

Doch bis es tatsächlich losging, verging einige Zeit: Ich habe den Renault ZOE im September 2012 reserviert und musste bis Ende Juni 2013 auf ihn warten. Als das Auto dann da war, bin ich erst einmal wie wild in der Gegend herumgefahren. Ich wollte wissen, wie weit ich mit dem Auto komme und vor allem, wo ich ihn überall aufladen kann. Denn zu Hause habe ich keine Ladestation, aber bei der Arbeit.

Außerdem gibt es Stationen bei verschiedenen Supermärkten sowie an anderen öffentlichen Plätzen, an denen ich laden kann. Am Anfang habe ich jedoch manchmal auch Touren gemacht, nur um das Auto aufzuladen. Nach einiger Zeit wusste ich dann allerdings sehr genau, wo es Ladestationen gibt. Danach war es eigentlich kein Unterschied mehr zu meinem alten Pkw.

Von 30 auf 3 Ladekarten

Zu Beginn musste ich meine Reisen mit dem ZOE gut planen. Zur Höchstzeit bin ich mit bis zu 30 Ladekarten durch die Gegend gefahren – also Karten, mit denen ich die Ladesäulen freischalten kann. Ich musste genau gucken, wo ich mit welcher Karte laden kann. Mittlerweile ist die Ladeinfrastruktur jedoch viel übersichtlicher geworden. Jetzt habe ich nur noch drei Ladekarten. Apps wie PlugFinder erleichtern einem zudem die Suche nach der nächsten Ladestation. 

Weite Strecken zurückzulegen war demnach anfangs aufwändiger – doch insbesondere der Fahrkomfort meines Elektroautos hat mich immer wieder überzeugt. Im Januar 2016 habe ich meinen Renault ZOE für eine Woche gegen das Tesla Model S eingetauscht und direkt den Härtetest gemacht: auf einem Trip ans Mittelmeer. Beim Tesla hat mich letztlich das Gesamtpaket inklusive eigener Infrastruktur überzeugt. Damit kann ich jetzt problemlos durch ganz Europa reisen. Diesen Härtetest hat das Auto nämlich prima bestanden. Im April 2016 habe ich dann meinen ZOE verkauft und fahre seitdem dauerhaft das Tesla Model S.

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